Quo vadis, Austria?

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Quo vadis, Austria?

Aus, vorbei! Das nach der souveränen Qualifikation mit hohen Erwartungen ins EM-Turnier gestartete Nationalteam Österreichs ist nach der Vorrunde mit nur einem Punkt und einer ernüchternden Torbilanz von 1:4 ausgeschieden.

Wie konnte es zu einer derart schwachen Leistung kommen? Zum einen hat sich das Team überschätzt. Die Qualifikation wurde zwar souverän gemeistert, dabei wurde aber übersehen, dass Österreich eine leichte Vorrundengruppe erwischt hatte. Dies zeigt sich auch darin, dass beide Gruppengegner aus der Qualifikation, die den Sprung ins Endturnier geschafft hatten, ebenfalls sang- und klanglos ausgeschieden sind, trotz eines Modus, der den Aufstieg so leicht wie noch nie gemacht hat. Zum anderen kam die Mannschaft mit dem Erwartungsdruck nicht zurecht und viele Schlüsselspieler konnten ihr Leistungspotential nicht ausschöpfen. Auch der hochgelobte Teamchef Marcel Koller muss sich die Frage über seinen Anteil an der schwachen Performance seiner Mannschaft gefallen lassen.

Wie geht es nun weiter? Als erstes heißt es, eine Bestandsaufnahme über den Leistungsstand der Mannschaft zu machen. Das Team hat nach Jahren völliger Bedeutungslosigkeit in der Ära Marcel Koller mit Sicherheit einen großen Sprung nach vorn gemacht, ist aber immer noch weit davon entfernt, im Reigen der Spitzenmannschaften mitspielen zu können. Im Bewußtsein der eigenen Möglichkeiten gilt es, die nächste Aufgabe, die da lautet WM-Qualifikation, anzugehen. Eine absolute Topmannschaft bleibt der Mannschaft auch diesmal erspart. Wales hat sich bei der Euro als starkes Team gezeigt, sollte aber trotzdem schlagbar sein, der Rest der Gruppe ist auf jeden Fall in der Reichweite der österreichischen Mannschaft. Unter diesen Voraussetzungen besteht durchaus die Möglichkeit einer erfolgreichen Qualifikation, damit eine gereifte Mannschaft bei der WM 2018 in Russland zeigen kann, was in ihr steckt.

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